Zuckerfreies Weingummi selbst gemacht

Wir essen einfach zu viel Zucker. Das ist einfach so und kaum noch zu vermeiden, denn in den meisten fertigen Lebensmitteln steckt das süße Zeug drin. Tiefkühlpizza und Wurstwaren sind da keine Ausnahmen. Erkennbar ist das leider nicht so einfach, denn es gibt afu dem deutschen Markt derzeit über 70 verschiedene Bezeichnungen für Zucker. Wer sich nicht intensiv damit beschäftigt, nimmt ungewollt Zucker zu sich, obwohl er die Zutatenliste gründlich gelesen hat. Selbst im Bio-Bereich sieht es da nicht anders aus, versteckt sich aber in so wohl klingenden Begriffen wie Agavendicksaft und Co. Dazu kommt noch, dass wir Menschen auch sehr gern naschen. Schokolade, Weingummi und anderes bringen da noch eine erheblich größere Menge Süße mit sich. Um gerade in diesem letzten Bereich den Zucker zu reduzieren, ging es heute in die Küche. Ich habe unser Weingummi selbst gemacht.

Für mein eigenes Weingummi braucht es nicht viel an Zutaten. Es braucht nur eine süße Flüssigkeit – Säfte (enthalten nur ihre eigene Fruchtsüße) oder zuckerfrei Limonaden (Lights und Zeros) – und gemahlene Gelatine in Tütchen. Für eine vegetarische / vegane Ernährung kann man natürlich auch Ersatzstoffe wie Agar Agar oder andere Geliermittel benutzen.

Die Herstellung selbst ist sehr einfach. Ich habe ein paar Silikon-Pralinenformen benutzt. Dafür braucht es 150ml Saft oder Limonade (vor der Verarbeitung durchrühren, um die Kohlensäure zu entfernen). Dort gibt man eineinhalb Tütchen gemahlene Gelatine hinein, lässt ein wenig aufquellen und verrührt sie in einem Topf auf dem Herd und heizt die Mischung langsam auf.
Den entstandenen Schaum schöpft man mit einem Löffel ab und füllt anschließend die fertige Masse in die Förmchen.
Das Ganze nun ab in den Kühlschrank, bis das Weingummi fest geworden ist.
Durch die Gelatine nimmt der Geschmack an Intensität etwas ab. Reicht er euch nicht, könnt ihr noch etwas Zitronensaft hinzu geben.

In den Weingummis stecken keine Konservierungsstoffe, deswegen halten sie auch nur wenige Tage, falls man sie vorher nicht schon aufgegessen hat. Deswegen lagert man sie am Besten weiter im Kühlschrank.

Der erste Versuch bestand aus vier Geschmacksrichtungen: Apfelsaft, Cola, Orangenlimonade und ein Cola-Orangen-Mix. Den Kindern hat es sehr gut geschmeckt. Somit werden unsere eigenen Weingummis zum regelmäßigen Snack werden.
Der Fantasie sind dabei natürlich keine Grenzen gesetzt. Säfte und Geschmacksrichtungen gibt es sehr viele. Als Nächstes versuche ich es mal mit Johannisbeere, da diese einen besonders intensiven Geschmack hat.

(c) 2018, Marco Wittler

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