Stille (Nacht-Zyklus, Teil 1)

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Stille (Nacht-Zyklus) – Teil 1

Stille herrscht
Die Nacht bricht herein
Letzte Sonnenstrahlen verschwinden am Horizont
Dunkelheit überzieht den Himmel
Grosse Schleier dicker Wolken sind ihr Gefolge
Keine Sterne, kein Mond
Kein Licht dringt bis hierher vor
Alles bettet sich zum Schlafe
Die Welt versinkt im schwarzen Nichts
Stille herrscht

Stille herrscht
Eine dunkle Gestalt bewegt sich durch die Nacht
Sie geht nicht – scheint zu schweben
Die wenigen Kerzen erlöschen in ihrer Aura
Ein unangenehmes Gefühl beschleicht allse und jeden
Wer mag der Fremde sein
Was wird er tun
Jeder scheint die Antwort zu ahnen
Jeder hat Angst und verhält sich ruhig
Stille herrscht

Stille herrscht
Der Fremde zieht weiter seinen Weg
Er ist wie ein Dieb in der Nacht
Niemand sieht ihn
Niemand hört ihn
Doch seine Nähe ist deutlich spürbar
Bis in die tiefsten Tiefen jeder Seele
Meine Kerze erlischt – Panik macht sich breit
Es klopft an meine Tür
Stille herrscht

(c) 2000, Marco Wittler

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