Stille (Nacht-Zyklus), Teil 2

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Stille (Nacht-Zyklus) – Teil 2

Die Nacht senkt sich über die Welt
Alle Menschen gehen schlafen
Die Wärme des Tages lässt langsam nach
So manches kaltes Lüftchen schleicht sich
Über Strassen und die Felder.

Ich sitze allein unter dem schwarzen Firmament
Mein Auge schweift vorbei an kleinen Glitzerpunkten
Stille umgibt nun alles
Nur noch wenige Geräusche dringen an mein Ohr
Endlich Zeit für mich – Zeit für Ruhe und Gedanken.

Die ersten Sterne blitzen auf
Formen sich zu ganzen Sternenbildern
Sie fordern mich auf
Alles fallen zu lassen
So kann ich mit reinen Gedanken umherschweifen.

Mein Geist fliegt nun durch die Welt
Er ist auf Reisen
Er ist mal hier mal dort
Mal auf der Erde
Mal auf dem Mond

Von hier oben sieht die Welt so friedlich aus
Alles schläft im stillen Dunkel der Nacht
Alle Menschen schlafen
Träumen von Frieden und von Liebe
Träumen von einer besseren Welt.

Mein Geist fliegt hinweg
Hinweg über viele kleine Häuser
Ich blicke hinein in viele Zimmer
Und seh sie alle friedlich schlafen
Was mein Herz erwärmt.

Doch ein Fenster hält mich auf
Denn dort liegt sie
Die Prinzessin der mein Herz gehört
Ich sehe sie an
– stundenlang wie mir scheint.

Ich wär so gerne bei ihr
In ihren Träumen möchte ich sie begleiten
Möchte mit ihr alles teilen
Sie beschützen
Und sie lieben.

Doch das bleibt mein eig’ner Traum
Denn nun wach ich auf
Ich sitze in der Dunkelheit der Nacht
Unterm Firmament der leuchtenden Sterne
Und lausche der unendlichen Stille.

(c) 2000, Marco Wittler

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