Warum Weihnachten dieses Jahr keine große Aufmerksamkeit in meinem Blog bekommen wird

Ich habe im Juni 2006, also vor mittlerweile 13,5 Jahren mit dem Bloggen begonnen. Damals war Bloggen für alle gleich: ein Hobby. Es wurden noch keine Produkte vorgestellt, beworben und getestet. Man schrieb über alles, was einem gerade in den Kopf kam.

Mittlerweile hat sich die Szene stark gewandelt. Aus Bloggern (und heute auch YouTuber, Instagramer, …) sind Influenzer geworden. Es werden Kooperationen mit Unternehmen der unterschiedlichsten Ausrichtungen eingegangen. Aus dem Hobby ist ein Geschäftsmodell geworden.

Schön früh habe ich mich dazu entschieden, keine Kooperationen einzugehen, keine Produkte vorzustellen oder zu bewerben. Werbebanner findet man in meinen Blogs auch nicht. Mir hat nie etwas daran gelegen. Ich wollte meine Leser nie mit Werbung „belästigen“, da sie mich auch selbst nervt. Immerhin werden wir in jeder Lebenslage mit Werbung überschüttet. Heute mehr noch als in meiner Jugend. Ganz davon ab, lese ich auch keine Blogs oder Seiten, in denen die Werbung überhand nimmt.

In der letzten Zeit habe ich mich dabei ertappt, dass ich mir Gedanken über Reichweiten, Sichtbarkeit und all diese Dinge gemacht habe. Ich habe angefangen, mich mit anderen Bloggern zu vergleichen. Das hat mich, zugegeben, ein wenig unter Druck gesetzt.
Was kann man besser machen, was lässt sich optimieren, wie kann ich noch mehr Menschen auf mich aufmerksam machen.

Diese Überlegungen kamen natürlich zu einem passenden Zeitpunkt: Die Adventszeit steht vor der Tür und ich habe mich, wie schon in den letzten Jahren auch, dazu entschlossen, einen Adventskalender mit Weihnachtsgeschichten zu schreiben. (www.366geschichten.de / www.minutengeschichten.de)
Doch dieses Vorhaben ist mir schon vor zwölf Monaten ziemlich schwer gefallen. Ich habe immer noch viele Ideen für Gute Nacht Geschichten, aber bei der Menge an Weihnachtsinhalten sind nicht mehr alle Geschichten so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Sie glichen sich in manchen Aspekten oder haben einfach nicht die Qualität erreicht, die ich von mir selbst erwarte. Zusätzlich erreiche ich trotz täglicher Weihnachtsgeschichten nicht mehr Menschen als im restlichen Jahr. Einzige Ausnahme ist die Halloweenwoche, in der sich die Besucherzahlen verdreifachen.

Wegen dieser vielen Gründe habe ich mich erneut dazu entschlossen, dass ich ein einfacher Hobbyblogger bin und das auch bleiben werde. Ich muss nicht stundenlang meine Beiträge in Social Media Kanälen bewerben. Die Zeit kann ich auch mit weiteren Hobbys und vor allem meiner Familie sehr viel sinnvoller verbringen.
Ich muss auch kein SEO betreiben. Wozu? Ich habe Spaß am Schreiben. Das ist mein Antrieb. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Am Ende kommen die Leser in meine Blogs, die mich eigenhändig finden. Der Rest findet halt andere Blogs. Alle diese Leser sind zwar Menschen, aber für mich erscheinen sie in meinen Statistiken nur als Zahlen. Mir gehts ums Schreiben. Nicht um eine Erhöhung dieser Zahlen, wenn ich dafür den Rest meiner spärlichen Freizeit opfern muss.

Deswegen wird nun auch der Adventskalender eingestampft. Es sind über die Jahre rund 180 Weihnachtsgeschichten entstanden. Mehr als genug. In dieser Sammlung findet wirklich jeder etwas zum Lesen, Vorlesen oder Vorlesen lassen. Es muss nicht noch mehr entstehen. Immerhin bestehen mittlerweile rund 20% meiner Geschichten nur aus Weihnachten.

Ich werde also auch in Zukunft wieder nur mein Ding machen und mich nicht an Zahlen verkaufen oder in ein Korsett aus SEO-Regeln und Werbung für meine Beiträge quetschen.

Auf 16.000-18.000 Leser im Monat komm ich und das reicht mir auch.

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